Eigentlich dachte ich rund um den Hackeschen Markt mittlerweile so ziemlich alles zu kennen, schließlich arbeite ich hier in der Gegend und bin oft genug in der Mittagspause unterwegs. Aber eben meist nur in der Mittagspause. Zum Glück wurde ich aber neulich mal abends hierher geordert, genauer gesagt ins 1a-Lauschgift, als ein Bekannter hier seinen Geburtstag gefeiert hat und ich mit dieser Cocktail Bar Berlin eine ziemlich schicke Neuentdeckung für mich gemacht habe!
Retrobars gibt es ja zugegeben mittlerweile genug, aber hier ist das Konzept wirklich mal durchgängig erlebbar. Und mal nicht auf durchgesessen DDR-Sesseln zu sitzen, sondern in ein ziemliches cooles high-class Ambiente der Siebziger katapultiert zu werden, war auch mal irgendwie ganz schick!
Es war echt der richtige Ort für die Geburtstagsparty. Es kamen die verschiedensten Leute zusammen, aber mit dem Siebziger-Jahre Flair konnte sowohl die Tante als auch die Freunde, die grade so noch in das Jahrzehnt rein geboren wurden, was anfangen. Der Name ist übrigens auch Programm, die Musik passt einfach super und hat den Abend zusammen mit dem Essen perfekt gemacht. Gibt es eigentlich auch was zu meckern? Mh, eigentlich mal nicht…außer, dass der Moscow Mule einfach zu lecker war und mir einen ziemlich verkaterten nächsten Morgen beschert hat. Ein echtes Lob an die Betreiber.
Und was finde ich als ich wieder etwas nüchterner mir die Seite anschaue? Neben nem Video in dem sich die Bar vorstellt und dem Cocktailbar Blog auch noch das Rezept für den Moscow Mule! Mal gespannt, ob ich das auch so hinbekomme:
Rezeptur: Moscow Mule Home Made
- 5cl Smirnoff Vodka,
- 15cl Schweppes Ginger Ale
- 5 cl Schweppes Soda
- 2cl Rose’s Limejuice
- eine Hand voll halbe Gurkenscheiben (normale grüne Gurke), die Weichteile der Kerne vorher entfernen
- kurz vorsichtig mit Stirrer umrühren, nicht shaken
Na denn Prost! Naja, aber eigentlich macht‘s im Lauschgift dann doch mehr Spaß. Also bis zum nächsten Mal!
Ganz schön oft ging’s hier im Blog um’s Feiern. Aber der Mensch kann ja nicht nur immer rauschende Feste feiern, Bier trinken und über die S-Bahn schimpfen, nein, Sport gehört zum Leben dazu und Berlin ist eine Sportstadt.
In Kürze findet ja die Leichtathletik WM statt (ich frage mich immer noch, wie die Zuschauer ohne S-Bahn ins Olympiastadion kommen sollen), und die ganze Welt guckt auf diese Stadt (danke, Ernst Reuter) und ihre Athleten. Ich frage mich zwar immer, warum Kugelstoßer und Diskuswerfer, aber ganz besonders Kugelstoßerinnen und Diskuswerferinnen sich „LEICHT“athleten nennen, aber spannend wird’s trotzdem.
Aber in Berlin wird nicht nur Sport geschaut, sondern auch viel Sport gemacht. Die flache Topographie lädt ein zum Rad fahren, die vielen Parks taugen ideal zum Volkssport Nummer 1, dem Laufen, und die vielen Seen und Schwimmbäder sind genau richtig zum Schwimmen. Und was kriegt man, wenn man alle drei Hauptsportarten zusammenmixt? Richtig! Die Königsdisziplin unter den Ausdauersportarten, den Triathlon.
Irgendwie hat Triathlon etwas Magisches. Jeder träumt doch davon, einen zu schaffen. Aber einfach ist das nicht, es erfordert viel Disziplin und auch erstmal Zeit. Denn einen Triathlon in voller Länge schafft man nicht nach ein paar Wochen leichten Trainings. Das braucht schon viel Durchhaltevermögen.
Aber Triathlon ist in, und am 9. August findet der Berlin Triathlon statt. Natürlich hat ein Triathlonverein in Berlin seinen Sitz in Köpenick, genauer gesagt in Karolinenhof. Da direkt am Wasser sitzt die Triathlon-Abteilung des SSC Berlin Grünau, umgeben von Wasser und viel Wald, ideale Voraussetzungen. Zusammen mit dem Bezirk Treptow-Köpenick veranstaltet der Club den Berlin Triathlon in den verschiedensten Disziplinen, denn nicht jeder Triathlon geht über die gesamte Strecke von 4 Kilometer Schwimmen, 120 Kilometer Rad fahren und 30 Kilometer Laufen.
Nein, da gibt es noch viel mehr Disziplinen, viele Informationen dazu und Termine findet man in diesem Triathlon Portal.
Auch Fragen zu Ausrüstung und Nachrichten habe ich da gefunden, außerdem gibt es auch einen spannenden Triathlon Blog des Betreibers.
Also vielleicht ein wenig Appetit holen beim Stöbern auf diesem Portal und dann aber selbst auch mal aktiv werden, man kann ja mal mit Laufen anfangen, der Rest kommt später…
Tja, am Montag isses ja soweit: Rien ne va plus, nichts geht mehr in Berlin. Zumindest nicht auf der Stadtbahn zwischen Ostbahnhof und Zoo. Und was liest man überall darüber, der Begriff der “Chaostage” wurde sofort umgemünzt und fast jede Zeitung hat ihn aufgegriffen.
Und überall wird lamentiert. Verständlich, wie ich finde, denn das Monatsabo ist nicht billig und die S-Bahn ist eine der absoluten Lebensadern von Berlin. Und wenn man draußen am Stadtrand oder im umgebenden Brandenburg wohnt, ist es auch wirklich zum Kotzen. Die S-Bahn fährt entweder gar nicht oder alle Schaltjahr, dann ist sie brechend voll und bei dem Wetter will ja keiner wirklich zu nahe an den schwitzenden Mitfahrer kommen…
Was aber irgendwie keiner sagt, ist, dass auf dem Ring ja ganz normaler Betrieb herrscht. Klar, das ist keine Entschuldigung für den ganzen Mist, aber jetzt hat doch letztens ein Bekannter von mir sich aufgeregt, dass die BVG ausgerechnet jetzt in den Ferienfahrplan geht. Da hab ich mich aber auch gefragt, was der Herr Student sich dabei gedacht hat. Die BVG Fahrer der U-Bahn, Tram und der Busse müssen sicher jedes Jahr relativ für ihren Urlaub anmelden, damit der Betrieb überhaupt gesichert werden kann. Dann sagen sie also ihren Partnerinnen und Partnern Bescheid, die nehmen sich dann auch Urlaub, man bucht vielleicht ne Reise und freut sich.
Und jetzt soll also denen der Urlaub gestrichen werden, weil die S-Bahn-Fuzzis so hohl sind? Also bitte, wer sich ernsthaft über den Ferienplan der BVG aufregt, der sollte doch mal noch einen oder zwei Gedanken weiter denken und nicht glauben, dass alle Welt kommen und gehen kann wie ein Student.
Den innerstädtischen Bereich einzustellen, halte ich für die richtige Entscheidung der S-Bahn, denn lieber hier, wo man auf die BVG ausweichen kann also draußen, wo kein Bus oder keine U-Bahn mehr hinkommt.
Und der letzte Streik der BVG war schlimmer, der war im Winter, es war kalt und an Fahrrad fahren war nicht zu denken.
Na also jetzt muss ich hier ja auch mal einen Tipp zum Essen abgeben. Nein, es ist auch nicht Konopke, der sonst in jedem Blog zum Tragen, kommt, aber es ist auch in Prenzlauer Berg. Klar, der Stadtteil ist abgelutscht und die richtig Harten können mit Klein-Schwaben nicht viel anfangen und ehrlich gesagt zieht es mich auch als Friedrichshainer auch nicht so oft dahin, aber es gibt auch nette Sachen zu entdecken.
Und so wurde ich also gestern von einem Freund zum Essen eingeladen. Eigentlich war ja Italienisch in Friedrichshain ausgemacht, aber das Wetter derzeit, so entsetzlich heiß und schwül, schrie förmlich nach etwas Leichtem, Kalten. Und da meinte er, seines Zeichens Italiener und in Prenzlauer Berg wohnend, dass in seiner Straße eines der besten Sushis der Stadt zu finden sei.
Na gut, dachte ich, schmeckt zwar irgendwie immer gleich, das Sushi, aber passt doch. Also auf die Schwalbe und hoch, denn mit dem Fahrrad käm ich so nass wie geduscht da oben an.
Es war dann auch wirklich nett, um das vorweg zu nehmen. Das Restaurant ist in der Kopenhagener Straße, also weit weg vom Kollwitzplatz, und in einem noch nicht so durchgestriegelten Teil von Prenzlauer Berg. Sehr schön eingerichtet war es auch, wenn ich das auch nur beim Auf-Klo-Gehen sehen konnte, denn wir wollten draußen essen. Zur Vorspeise gab es auf Empfehlung Kimchi oder manche schreiben es auch Gimchi. Eingelegter Kohl. Klingt unspannend, schmeckt fantastisch. Ich hätte auch noch so ein Schälchen essen können.
Dann eine Sushi-Variation, politisch korrekt ohne Thunfisch, denn der ist ja so hoffnungslos überfischt, dass man sich auch gleich Lendenfilets des freilebenden indischen Königstigers auf Schildkröteneiern bestellen kann.
Das Sushi war ordentlich, der Preis für das kleine Menü mit 12,50 Euro war OK. Das große Alster, bei dem Wetter ja das Einzige, was man trinken kann, lag mit 2,80 Euro für 0,5 Liter auch noch im Rahmen, ist halt Prenzlauer Berg und nicht sooo billig.
Also wenn euch der Hunger packt, bei dem Wetter ist Omoni-Sushi eine gute Wahl!
Adresse:
Omoni
Kopenhagener Straße 14
10437 Berlin (Prenzlauer Berg)
Telefon: 23 61 92 44
Di-So 17-24 Uhr















