Ein Besuch auf der DMY in Berlin
Es war in den letzten Tagen unverkennbar. Auf allen Plakatwänden in der Stadt, wenn sie nicht gerade mit dem grinsenden Gesicht der schwänzenden Koch-Mehrin belegt waren, sah man drei Buchstaben: DMY. Dabei handelt es sich um das internationale Design Festival, das jährlich hier in Berlin stattfindet und zu den großen Terminen gehört, gleich nach dem amerikanischen Oktoberfest und dem Revival-Konzert der Puhdys. Nein, im Ernst, ist ne relativ große Nummer.
Ich bin nicht über die Maßen an Design interessiert, deswegen sagte mir das Ganze erstmal überhaupt nichts. Was die Abkürzung DMY überhaupt bedeutet, kann ich auch nicht sagen. Aber es war ein regnerisches Wochenende und eine Freundin, die an der ETH in Zürich studiert, präsentierte da was und man wollte ja auch nicht derjenige sein, der nicht da war.
Also im Regen auf die Schwalbe geschwungen und ab die Post nach Treptow. Dort, auf dem Gelände der Arena, also am Badeschiff, wurden die Youngsters, wie die Jungdesigner genannt wurden, vorgestellt. Eintritt: satte 8 Euro. Ordentlich, die Youngsters üben schon mal, damit sie später nicht vergessen, ordentliche Preise für ihre Objekte zu nehmen.
Es war allerdings wirklich das Geld wert. Es gab Unnützes zu sehen, Unverständliches und Kurioses, aber meistens in echt originellem Design. Der Vorteil dieser Youngsters ist halt, dass sie experimentieren können und es nicht in erster Linie darauf ankommt, dass das Zeug auch wirklich funktioniert.
Mein Lieblingsteil war allerdings ein Kickertisch. Nur statt der glattgeleckten Günter-Netzer-frisierten Hartplastikkickermännchen waren hier Barbies aufgereiht. Ihr Haar flog toll, wenn man gekickert hat. Den Barbie-Kicker hätte ich mir am liebsten gleich mit heimgenommen…
- Traum aller Mädchen: Der Barbie-Kicker











