Tja, es ist definitiv die Zeit der Konzerte derzeit hier in der Hauptstadt. Und sie folgen Schlag auf Schlag. Gerade war die Woche das große Konzert von Depeche Mode, nachdem sich Leadsänger Dave Gahan wieder vom Blasenkrebs erholt, bzw. dieser ihm rausoperiert wurde.
Etwas motzig waren die Fans aus anderen Städten, wo Depeche Mode die Konzerte deswegen abgesagt haben. Aber was so ein echter Fan von Depeche Mode ist, der färbt sich auch heute noch die Haare blond, trägt dunkle Kleidung, erfreut sich an der Stille und vergibt. Vor allem Dave Gahan, der seine Drogensucht, Heroin, wenn ich mich recht erinnere, nicht geheim hält und versucht, damit zu leben. Da könnte ja auch jedes Konzert das letzte sein.
Gehört hat man das Konzert übrigens nicht nur im Olympiastadion, wo es stattfand, am Abend konnte ich an den Facebook-Status meiner Freunde in Charlottenburg und Westend deutlich verfolgen, welches Lied gerade gespielt wurde.
Aber das ist ja jetzt vorbei und heute Abend gibt sich ein ganz besonderer Typ die Ehre und beschallt die Columbiahalle, während ich hier sitze und über etwas schreibe, wo ich leider gerade nicht sein kann. Dafür ist eine sehr gute Freundin eigens aus Karlsruhe angereist, um ihn heute Abend zu sehen: Steven Patrick Morrissey.
Kennst du nicht? Macht nix, ich kenn ihn auch nicht sonderlich gut, aber gerade wurde er von einer britischen Musikzeitschrift zum einflussreichsten Musiker gewählt. Vor Elvis Presley oder John Lennon. Es ist ein Mysterium, aber er ist allgegenwärtig. Genauso wie heute in der Stadt auffallend viele Männer mit Tolle und Frauen mit schwarzen Klamotten mit weißen Punkten drauf rumlaufen, ein Zeichen für seine Anwesenheit.
Ich freue mich, wenn meine Freundin heute zum Nächtigen heimkehrt und mir mehr von ihm erzählt, ich glaube, dass er es wert ist, etwas mehr über ihn zu erfahren.












