Irgendwie war ind en letzten Wochen jeder Abend von einem Gefühl geprägt: Angst. Nicht die Angst vor der FDP und was ihnen wieder einfallen könnte, um die Welt zu retten; auch nicht die Angst vorm Iran und was dem wieder einfallen könnte, um die Welt zu vernichten, sondern die Angst vor dem Ende der Nachrichten.
Zum Ende der Nachrichten kommt in Deutschland nämlich immer der Wetterbericht. Da saß ich nun vor der Glotze, kaute meine Fingernägel ab und hoffte auf eine gute Nachricht, den Silberstreif am Horizont. Aber egal ob Inge Niedecken, Gunther Thiersch, Jörg Kachelmann oder einfach nur die anonyme Stimme des Tagesschauwetters, sie alle sagten nur das Eine: Weiterhin kalt, grau und Winter.
Aber jetzt passiert es immer häufiger: die alte gelbe Sau, die ich schon fast vergessen hatte, kämpft sich ihren Weg durch Wolken und Hochnebel und die Temperaturen steigen auf 5 Grad (plus), was sich schon fast subtropisch anfühlt. Der einzige Grund, weshalb ich noch nicht in Flip-Flops zum Späti um die Ecke dackeln lässt, sind die kleinen Schätze, die die schmelzende Schneedecke für uns bereithält: Hundescheiße seit Ende Dezember.

Hundescheiße, olé!
Es ist unglaublich. Diese reine, weiße Purheit verbarg knapp unter der Oberfläche die schlimmsten braunen Haufen, die man sich vorstellen kann. Zusammen mit dem Schmelzwasser ergibt sich eine unheilvolle Mischung, die praktisch den ganzen Gehweg bedeckt. Und der Tagesspiegel berichtet heute, dass die BSR erstmal nichts wegräumen möchte. Nachts werde es ja wieder kälter, dann gefriert es und deshalb sei es unsinnig, den Split wegzuräumen. Der Split ist es ja auch gar nicht, aber die Hundeexkremente!
Es bleibt also weiter nichts übrig als auf der Straße zu gehen. Während der Glätte konnte man nicht auf den Gehwegen gehen, weil man Kopf und Kragen risikiert hat, jetzt darf man dort nicht gehen, weil man danach riecht wie… ich möchte es gar nicht sagen.











