Im Tape, einem feinen und mittlerweile schon nicht mehr wirklich als Geheimtipp zu bezeichnenden Club in der Heidestraße unweit des Hauptbahnhofs, wird nicht nur grandios gefeiert sondern es finden in steter Regelmäßigkeit auch Ausstellungen statt, die einen Besuch mehr als lohnen. Nicht zuletzt, weil auch bei den Ausstellungseröffnungen das Feiern nicht vergessen wird! So geschehen letzten Freitag zur Eröffnung von Tape Modern 12.

Neun Arten von Gelände

Neun Arten von Gelände

Die Gegend rund um den Hamburger Bahnhof ist ja nicht erst seit Gestern bekannt für eine hohe Dichte an Galerien und Ateliers und so findet nun schon  zum zwölften Mal im Tape die Austellungsreihe „Tape Modern“ statt. Kuratiert wird sie von Erik Niedling and Amir Fattal und trägt den Titel „Neun Arten von Gelände“. Die Gruppenausstellung, für die es diesmal Beiträge von 19 Künstlern gibt, findet in Zusammenarbeit mit „Heidestraße Galleries“ und „Halle am Wasser“ statt. Die gezeigten Arbeiten haben dabei keinen thematischen Zusammenhang, sondern zeigen eher den intensiven und unterschiedlichen Zugang der Künstler zu ihrem Terrain, wofür die neun Arten von Gelände im Titel stehen. Von Zeichnungen und dem photographischen Schwerpunkt der Ausstellung werden über Objektkunst und Videokunst auch Installationen mit Happeningcharakter gezeigt.

Doch wer das am Eröffnungstag sehen wollte, musste früh da sein, wobei früh sein bei einer Vernissage im Tape so etwa 22.00 Uhr heißt. Über 1000 Kunstbegeisterte drängten sich zu Spitzenzeiten in der Ausstellungshalle und im Clubbereich. Bis 23.00 Uhr konnte man auch noch umsonst kommen und sich zuerst die Arbeiten ansehen und drüber plaudern um dann das Wochenende tanzend einzuläuten. Eine schöne Art sich nicht nur als Partyelse, sondern auch kulturverständig zu zeigen.