Als in der letzten Woche das Telefon klingelte, konnte ich es kaum glauben, mein alter Freund Jense E. aus München war am Telefonapparat. Und er war gut zu verstehen! Was besonderes? Durchaus! Denn ich verwende hier nicht unbewußt das Wort “Telefonapparat”. Jense E. ist einer der wenigen Menschen in Deutschland welche noch das herkömmliche Telefon mit Wählscheibe benutzen. Aus Überzeugung wahrscheinlich nicht. Eher aus finanziellen Gründen. Das gute Stück stammt aus den 70er oder 80er Jahren und kommt aus dem Nachlass des ehemaligen Stasi-Generals Ron aka der Pate aus Berlin-Mitte, den ich hier leider aus rechtlichen Gründen nicht verlinken darf. Aber dazu kommen wir in einem anderen Beitrag.

Telefon mit Wählscheibe von Jense E. aus dem Nachlass von Ron, der Pate, Berlin-Mitte
Jense E. hat in den vergangenen Jahren immer wieder auf sich aufmerksam gemacht. Unter anderem mit seinen amateurhaften Versuchen Webseiten zu programmieren und mit ihnen dann ein paar Scheine zu verdienen. Mit Projekten wie Berlinien, mit den unterirdisch schlecht bezahlten “Viking direkt” Superbannern direkt auf der Startseite, welche ja eigentlich keine Startseite ist, denn danach kommt ja nichts mehr, oder mit dem geklauten Online-Magazin vom Springer Axel Stadtus. Oder, oder, oder .. ich könnte hier Dutzende aufzählen. Aber das interessiert ja eh keine Sau. Einige Male stand er kurz davor, die magische Grenze von 2,33 Euro Umsatz in 78 Tagen zu erzielen. Doch wie immer versagten ihm auf der Zielgeraden seine kellergebräunten Currypieker (allgemeiner Sprachgebrauch, auch als “Beine” bekannt) den Dienst.
Aber jetzt soll alles anders werden! Mit der Tour de Spaß will Jense E. es allen Nöglern zeigen, dass es bei ihm zumindest noch für was zum Anziehen reicht. Eigentlich will und kann ihn keiner mehr sehen, hören oder leiden und wahrscheinlich ist es auch das gleiche wie bei seinen grauenhaften Affiliate Events. Alle gingen bergab und den Bach runter. Aber trotzdem ist die Branche gespannt auf das was kommen wird.
Ich werde meinen alten Kumpel Jense E. zumindest auf seinem Tourstop in Berlin besuchen und mit ihm auch die ein oder andere Brause trinken, wenn er mal Durst hat und ihm jemand eine spendiert. Jense E. trinkt nämlich kein Wasser.
P.S. Bei meinen Stammlesern möchte ich mich für diesen dilettantisch formulierten und recherchierten Beitrag entschuldigen, aber das mußte jetzt mal genau so raus.











