Tja, jeden Sommer steht man vor der gleichen Misere: Wenn das Wetter super ist und man partout nicht zu Hause sitzen will, dann schnappt man sich das Fahrrad und düst irgendwohin, wo es schön ist. Und es soll auch noch was los sein. Deswegen schreibe ich ein paar Facts über Orte, wo es sich wirklich lohnt mal vorbeizuschauen.
Und heute beginne ich mit dem Club der Visionäre in Treptow:
Man muss eine schmale Treppe zum Wasser hinunter, vorbei an unzähligen Fahrrädern, die am Brückengeländer hängen, um einen Ort zu erreichen, der als einer der besten Clubs Berlins gilt, obwohl er gar kein Club ist. Zugegeben, am Wochenende, insbesondere sonntags kann es etwas lauter werden, wenn Ricardo Villalobos zum Frühschoppen auflegt, aber an anderen Tagen ist der Club der Visionäre einfach nur ein sehr idyllisches Fleckchen Erde, wo man unter einer Weide sitzend gute Drinks genießt und obendrein eine fantastische Steinofenpizza bekommt.
Und außerdem ist die Musik ja auch sehr gut! Der Tourifaktor ist recht hoch, beim letzten Mal sah ich einige etwas bieder aussehende Menschen mit ihren Marco-Polo-Reiseführern neben sehr zugedröhnten Partygängern, deren unterlaufenen Augen man deutlich ansehen konnte, dass sie noch kein Bett gesehen haben. Das war am Samstag um 15:00 Uhr, also nicht wundern, lieber Berlinbesucher.
Auf treibenden Plattformen chillt man also im Flutgraben. Zu erreichen ist der Club der Visionäre am besten über die Schlesische Straße in Kreuzberg von der einen Seite (bitte auch mal kurz darauf achten, dass man auch hier den ehemalige Standort der Mauer im Straßenbelag sehen kann), oder über das Areal vom Badeschiff/Arena von der Treptower Seite aus.
Genaue Adresse: Treptow, Am Flutgraben 1, offen Montag bis Freitag ab 16 Uhr, Samstag und Sonntag ab 12 Uhr












