Ja, er ist da, der Sommer! Noch etwas nass hier und da, aber wir sind ja guter Hoffnung, dass sich das doch auch irgendwann gibt.
Und weiter geht’s mit Tipps, was man denn bei dem tollen Wetter macht. Also gut, der Club der Visionäre war schon mal sehr gut, aber vielleicht ist einem ja nicht immer nach After-After-Hour oder die Eltern kündigen sich zu Besuch an und wollen was vom hervorragenden Kulturangebot der Hauptstadt sehen. Also es muss nicht immer sich berauschen und feiern sein, es geht auch anders:

Agora vor der Volksbühne

Agora vor der Volksbühne

In der Volksbühne wird gebaut – also findet das Theater jetzt draußen statt!
Als eine der hervorstechenden Eigenschaften der DDR-Bevölkerung galt ihr Improvisationstalent. Dies hat sich nun an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Mitte fortgesetzt, wo das Große Haus gleich für ein ganzes Jahr wegen Bauarbeiten nicht zur Verfügung stehen wird. Doch der Spielbetrieb geht weiter, denn Bühnenbildner Bert Neumann setzte Intendant Frank Castorf kurzerhand eine hölzerne Agora (griechisch für Marktplatz) vor die Tür.

In dieser einem Amphitheater nachempfundenen Spielstätte werden nun von Ende Mai bis Mitte Juli antike Tragödien aufgeführt, unter anderem “Prometheus”, “Medea” und “Antigone”. Von schlechtem Wetter will man sich übrigens nicht abhalten lassen, Castorf soll schon gesagt haben, er freue sich ganz besonders auf die Aufführen der Tragödien, bei denen sowohl Schauspieler als auch Publikum völlig vom Regen übergossen werden. Das wird definitiv ein Unterschied zum alten Griechenland sein…

Genaue Adresse: Agora der Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz, Mitte, täglich 19:30 Uhr

www.volksbuehne-berlin.de

Tja, jeden Sommer steht man vor der gleichen Misere: Wenn das Wetter super ist und man partout nicht zu Hause sitzen will, dann schnappt man sich das Fahrrad und düst irgendwohin, wo es schön ist. Und es soll auch noch was los sein. Deswegen schreibe ich ein paar Facts über Orte, wo es sich wirklich lohnt mal vorbeizuschauen.

Und heute beginne ich mit dem Club der Visionäre in Treptow:

Club der Visionäre in Berlin-Treptow

Club der Visionäre in Berlin-Treptow

Man muss eine schmale Treppe zum Wasser hinunter, vorbei an unzähligen Fahrrädern, die am Brückengeländer hängen, um einen Ort zu erreichen, der als einer der besten Clubs Berlins gilt, obwohl er gar kein Club ist.  Zugegeben, am Wochenende, insbesondere sonntags kann es etwas lauter werden, wenn Ricardo Villalobos zum Frühschoppen auflegt, aber an anderen Tagen ist der Club der Visionäre einfach nur ein sehr idyllisches Fleckchen Erde, wo man unter einer Weide sitzend gute Drinks genießt und obendrein eine fantastische Steinofenpizza bekommt.

Und außerdem ist die Musik ja auch sehr gut! Der Tourifaktor ist recht hoch, beim letzten Mal sah ich einige etwas bieder aussehende Menschen mit ihren Marco-Polo-Reiseführern neben sehr zugedröhnten Partygängern, deren unterlaufenen Augen man deutlich ansehen konnte, dass sie noch kein Bett gesehen haben. Das war am Samstag um 15:00 Uhr, also nicht wundern, lieber Berlinbesucher.

Auf treibenden Plattformen chillt man also im Flutgraben.  Zu erreichen ist der Club der Visionäre am besten über die Schlesische Straße in Kreuzberg von der einen Seite (bitte auch mal kurz darauf achten, dass man auch hier den ehemalige Standort der Mauer im Straßenbelag sehen kann), oder über das Areal vom Badeschiff/Arena  von der Treptower Seite aus.

Genaue Adresse: Treptow, Am Flutgraben 1, offen Montag bis Freitag ab 16 Uhr, Samstag und Sonntag ab 12 Uhr

www.clubdervisionaere.com